Wertschöpfungsketten: Klimaschutz und -anpassung in den Beschaffungsländern

Neben unseren eigenen Prozessen setzen wir uns auch in der vorge­la­gerten Wertschöpfung mit dem Klima­wandel ausein­ander, denn unser Kernge­schäft als Handels­un­ter­nehmen ist von dessen Auswir­kungen unmit­telbar betroffen: Steigende Tempe­ra­turen und extreme Wette­rer­eig­nisse können Ernteer­träge in unseren Beschaf­fungs­ländern für Rohkaffee negativ beein­flussen. Auch den Baumwol­lanbau beein­träch­tigen Klima­folgen wie etwa der Wasser­mangel. Umso wichtiger ist es, dass wir uns in unseren Beschaf­fungs­märkten für Rohkaffee und Gebrauchs­ar­tikel für den Umwelt- und Klima­schutz einsetzen.

In den Ursprungs­ländern des Kaffees stellt die Anpassung an die Folgen des Klima­wandels die zentrale Aufgabe dar. In den Ursprungs­ländern unserer Gebrauchs­ar­tikel stehen umwelt- und klima­scho­nender Baumwol­lanbau sowie verant­wort­liche Waldbe­wirt­schaftung und die Verrin­gerung der bei der Produktion der Produkte entste­henden CO₂-Emissionen im Fokus.

Wertschöp­fungs­kette Kaffee: Erträge und Qualität durch Klimaan­passung sichern

Kaffee­farmer bei der Klimaan­passung zu unter­stützen, ist heute und in Zukunft von existen­zi­eller Bedeutung: In wichtigen Kaffee­an­bau­re­gionen führt der Klima­wandel bereits heute zu längeren und inten­si­veren Trocken­zeiten, hefti­geren und häufi­geren Stürmen sowie stärkeren Regen­fällen und damit verbunden zu einer Erosion der Böden. All dies wirkt sich negativ auf die Qualität und Erträge des Rohkaffees aus. Im Rahmen unseres Quali­fi­zie­rungs­pro­gramms Tchibo Joint Forces!® unter­stützen wir Farmer vor Ort, ihre wirtschaft­liche Existenz trotz dieser Heraus­for­de­rungen zu sichern. Darüber hinaus unter­stützen wir gemeinsam mit der Entwick­lungs­part­ner­schaft Coffee & Climate Kaffee­farmer bei der Umstellung auf nachhaltige, an den Klima­wandel angepasste Anbau­me­thoden (Umwelt & Klima).

Gebrauchs­ar­tikel: Verrin­gerung des CO₂-Ausstoßes in der Produktion

In unserem Engagement für eine nachhaltige Wertschöp­fungs­kette bei Gebrauchs­ar­tikeln stellt die Verrin­gerung der Treib­h­aus­ga­se­mis­sionen eine wichtige Aufgabe dar: Bei der Produktion von Gebrauchs­ar­tikeln werden etwa ein Drittel der im Lebens­zyklus von Konsum­gütern entste­henden CO₂-Emissionen freige­setzt. Wir nutzen deshalb unsere Einfluss­mög­lich­keiten als Handels­un­ter­nehmen, um unsere Produ­zenten für den Klima­schutz zu sensi­bi­li­sieren und bei der Umstellung auf energie­ef­fi­zi­entere Ferti­gungs­pro­zesse zu unter­stützen.

Zum einen setzen wir dabei auf umwelt- und klima­scho­nenden Anbau der natür­lichen Rohstoffe: Bei der Herstellung unserer Textilien verwenden wir bereits zum überwie­genden Teil – rund 85% – Baumwolle, die nach den Vorgaben der EU-Richt­linie für ökolo­gi­schen Anbau (Biobaum­wolle) oder der Aid by Trade Foundation (Cotton made in Africa) angebaut wurde. Bei dem Bezug von Holz und Papier steigern wir konti­nu­ierlich den Anteil von Holz aus Wäldern, die nach dem Standard des Forest Stewardship Council® (FSC®) bewirt­schaftet werden: Dieser Anteil betrug in 2014 mehr als 30%. Zum anderen arbeiten wir mit unseren Liefe­ranten daran, die produk­ti­ons­be­dingten Emissionen zu mindern. Dazu erhalten diese anhand eines Online­tools, das durch die von Tchibo 2012 mitge­gründete Carbon Perfor­mance Impro­vement Initiative (CPI₂) entwi­ckelt wurde, konkrete Handlungs­emp­feh­lungen, wie sie ihren Energie­ver­brauch und CO₂-Ausstoß verringern können (Ökolo­gische Aspekte der Produktion).