NACHHALTIGKEITSBERICHT
2016

Für den nachhal­tigen Baumwol­lanbau in Subsahara-Afrika: Cotton made in Africa

Die Initiative Cotton made in Africa (CmiA) der Aid by Trade Foundation ist seit langem ein wichtiger Partner von Tchibo. Gemeinsam mit anderen Stake­holdern unter­stützen wir afrika­nische Baumwoll­far­mer­fa­milien in der Subsahara-Region darin, ihre Lebens­be­din­gungen dauerhaft zu verbessern. Tchibo bezieht deshalb CmiA-Baumwolle, lässt sie in seinem Beklei­dungs- und Heimtex­ti­li­en­sor­timent verar­beiten und entrichtet dafür eine Lizenz­gebühr, die in den Anbau­ge­bieten inves­tiert wird – etwa für die Finan­zierung von Schulungen, für Frauen­för­der­pro­gramme, soziale Projekte in den Dorfge­mein­schaften oder die Zerti­fi­zierung der Baumwolle, deren Kosten nicht von den Baumwoll­farmern getragen werden sollen.

Derzeit sind 30 % der in Subsahara-Afrika erzeugten Baumwolle CmiA-zerti­fi­ziert. Damit ist CmiA wohl die bedeu­tendste Initiative, die sich in Afrika für Klein­farmer, deren Familien sowie Dorfge­mein­schaften und den Umwelt­schutz im Baumwol­lanbau einsetzt. Mit der aktuellen Kampagne „Wear a smile“ will die Initiative darauf aufmerksam machen, dass Verbraucher mit dem Kauf einer Textilie, die aus CmiA-Baumwolle herge­stellt ist, genau das Richtige tun und dabei ein Lächeln verschenken können. Tchibo beteiligt sich aktiv an der Kampagne, zu erkennen an dem lächelnden Mund auf den entspre­chenden Produkten.

CmiA engagiert sich insbe­sondere für bessere Arbeits- und Umwelt­be­din­gungen auf den Feldern, für die Beschulung der Kinder und für die Stärkung der Rechte der Klein­far­me­rinnen. In kaufmän­ni­schen Basis­kursen lernen die Baumwoll­farmer, ihre Farm auch unter betriebs­wirt­schaft­lichen Aspekten zu führen und entspre­chend voraus­schauend zu planen. Unter dem Motto „Hilfe zur Selbst­hilfe“ werden sie darin gestärkt, für sich und ihre Familien eigen­ver­ant­wortlich zu sorgen und ihr Leben selbst­be­wusst zu gestalten.

CmiA-zerti­fi­zierte Baumwolle stammt nicht aus Monokul­turen. Beim Anbau wird streng darauf geachtet, dass keine Regen­wälder abgeholzt und kein genver­än­dertes Saatgut sowie keine gefähr­lichen Pestizide einge­setzt werden. Außerdem wird das Klima geschont, denn der Anbau von CmiA-Baumwolle erzeugt im Vergleich zu konven­tio­neller Baumwolle weniger Treib­h­ausgase.

Schwer­punkt Sambia: Kindern den Schul­besuch ermög­lichen

Eines der ärmsten Länder Subsahara-Afrikas ist Sambia. Gemeinsam mit der Deutschen Inves­ti­tions- und Entwick­lungs­ge­sell­schaft (DEG), der Aid by Trade Foundation und der Baumwoll­ge­sell­schaft Cargill Sambia haben wir von 2012 bis Ende Januar 2016 im Rahmen der CmiA-Initiative ein Schul­projekt in der Eastern Province Sambias durch­ge­führt. In der Projekt­region gibt es knapp 45.000 Klein­farmer. Acht neue Schul­ge­bäude wurden errichtet und Sanie­rungs­ar­beiten an zwei weiteren Schulen durch­ge­führt. Die Schulen wurden mit Solar­an­lagen, Brunnen, Schul­gärten und Toiletten ausge­stattet. Durch das Projekt konnten die infra­struk­tu­rellen Bedin­gungen, wie zum Beispiel der Zugang zu Bildung und sauberem Trink­wasser, insbe­sondere in den abgele­genen Gebieten, signi­fikant verbessert werden.