NACHHALTIGKEITSBERICHT
2016

Mobilität: Vorfahrt für den Klima­schutz

Wir verfolgen seit 2013 eine langfristige unter­neh­mens­weite Fuhrpark­stra­tegie mit konti­nu­ier­licher Minimierung der CO₂-Emissionen. Sowohl für Deutschland als auch für alle unsere Länder­ge­sell­schaften gelten deshalb klar definierte Obergrenzen für den CO₂-Ausstoß bei neu anzuschaf­fenden Dienst­fahr­zeugen. Vorfahrt haben damit die energie- und ressour­cen­scho­nendsten Modelle unter den Fahrzeugen mit Verbren­nungs­motor sowie zunehmend Hybrid- und Elektro­fahr­zeuge. Und unseren Führungs­kräften bieten wir Anreize, die klima­scho­nendsten Modelle unserer Fahrzeug­flotte zu nutzen. Den durch­schnitt­lichen CO₂-Ausstoß unserer Dienst­wa­gen­flotte konnten wir damit jährlich senken – von 120 g CO₂/km im Jahr 2013 auf 113 g CO₂/km im Jahr 2016. Analog den EU-Grenz­werten für Herstel­ler­flotten verfolgen wir mit der Klima­schutz-Roadmap das Ziel, den durch­schnitt­lichen CO₂-Ausstoß des Fuhrparks bis 2020 schritt­weise auf 95 g CO₂/km zu senken.

Um die Zieler­rei­chung zu beschleu­nigen, haben wir 2015 unsere Fuhrpark­stra­tegie weiter­ent­wi­ckelt: Den Mitar­beitern der Zentrale stehen fünf Elektro­autos über den Fuhrpark zur Verfügung und auch Lager und Röste­reien nutzen Elektro­fahr­zeuge. In unserer Haupt­ver­waltung in Hamburg wurden drei mit Ökostrom betriebene Ladesta­tionen für Elektro- und Hybrid­fahr­zeuge instal­liert. Das Anreiz­system für Mitar­beiter haben wir zugunsten der Nutzung alter­na­tiver Antriebe angepasst. So sind die Modelle seither nach berech­neten Emissionen gestaffelt. Die strom­bedingten Emissionen werden dabei zu 100 % in die Gesam­te­mis­sionen einge­rechnet und Fahrzeuge mit Werten unter 100 g CO₂/km am höchsten bezuschusst. Mitar­beitern mit drei oder mehr Kindern bieten wir zudem größere, famili­en­freund­liche Fahrzeuge an, für die etwas höhere CO₂-Obergrenzen gelten.

Analog zum Trans­port­sektor geben wir auch hinsichtlich der Mitar­beiter-Mobilität umwelt­scho­nenden Mobili­täts­al­ter­na­tiven den Vorzug – etwa durch ein vergüns­tigtes Jobticket für die Hamburger Hochbahn, die sogenannte ProfiCard, für die das Unter­nehmen die Hälfte der Kosten trägt. Beruf­liche Vielfahrer innerhalb Deutsch­lands bekommen zudem eine komplett von uns finan­zierte BahnCard. 2016 haben wir die Attrak­ti­vität des Bahnfahrens auch durch eine Aktion zu Freifahrten in der ersten Klasse erhöht und mittels einer mobilen Fahrrad­werk­statt auf unserem Verwal­tungs­ge­lände dazu animiert, im Alltag einmal mehr auf das Fahrrad umzusatteln. Sollte die Nutzung eines Autos erfor­derlich sein, haben die Mitar­beiter die Möglichkeit, auf Carsharing-Angebote umzusteigen. Deshalb haben wir 2016 Angebots­ak­tionen mit den Anbietern car2go und DriveNow durch­ge­führt, bei denen sich Tchibo Mitar­beiter kostenlos als Mitglieder regis­trieren lassen konnten.

Für diese konse­quent auf Nachhal­tigkeit ausge­richtete Fuhrpark­stra­tegie sind wir 2016 zum fünften Mal in Folge mit der „Grünen Karte für glaub­wür­diges Klima­be­wusstsein“ der Deutschen Umwelt­hilfe (DUH) ausge­zeichnet worden.