NACHHALTIGKEITSBERICHT2017

Für einen zukunfts­fä­higen Kaffee­anbau: Trans­for­ma­ti­ons­pro­zesse weiter unter­stützen

Manage­men­t­ansatz: GRI 203; 304; 308; 407; 408; 409; 411; 413; 414

GRI 102-9; 308-2; 407-1; 409-1; 414-2

Seit über 65 Jahren bieten wir unseren Kunden beste Kaffee­qua­lität. Um diesem Anspruch auch in Zukunft gerecht zu werden, legen wir nicht nur Wert auf Aroma und Geschmack. Wir setzen uns zugleich dafür ein, die Voraus­set­zungen für den Anbau hochwer­tiger Kaffees zu erhalten und stetig weiter zu verbessern. Wir engagieren uns vor Ort in unseren Liefer­ketten, indem wir mit Kaffee­farmern und Standard­or­ga­ni­sa­tionen zusam­men­ar­beiten und nachhaltige Anbau­me­thoden fördern. Zudem bringen wir unser Know-how in inter­na­tionale Initia­tiven ein, um eine nachhaltige Entwicklung des Kaffee­sektors ­zu unter­stützen­. Syste­mi­schen Heraus­for­derungen können wir nur zusammen­ mit allen Akteuren des Sektors wirkungsvoll begegnen. 

Auf dem Weg zu einer 100 % nachhal­tigen Geschäftstä­tigkeit arbeiten wir daran, mittel­fristig ausschließlich Kaffees anzubieten, deren Anbau gleicher­maßen ökolo­gische, soziale und ökono­mische Anfor­de­rungen erfüllt. Dabei leisten wir einen Beitrag zur dauer­haften Existenz­si­cherung der Kaffee­farmer und ihrer Familien – und sichern damit auf lange Sicht auch die Verfüg­barkeit der von uns benötigten Rohkaf­fee­qua­li­täten und die Zukunfts­fä­higkeit unseres Geschäfts. Mit einem ganzheit­lichen Konzept setzen wir uns für die nachhaltige Entwicklung der Kaffee­lie­fer­kette und der gesamten Kaffee­branche ein. 

Heraus­for­de­rungen in der Liefer­kette 

Unsere Arabica- und Robusta-Kaffees gedeihen im sogenannten Kaffee­gürtel entlang des Äquators in Süd- und Mittelamerika, Afrika und Asien. Die Anbau­ge­biete liegen überwiegend in Entwick­lungs- und Schwel­len­ländern. Der Großteil der Produ­zenten sind Klein­farmer, die in der Regel über weniger als zwei Hektar Anbau­fläche verfügen.

Aufgrund der klein­tei­ligen Liefer­ketten ist es eine große Heraus­for­derung, Trans­parenz von der Tasse bis zum Anbau herzu­stellen und bessere Bedin­gungen vor Ort zu fördern. Die Zusam­men­arbeit mit verläss­lichen Partnern in den Anbau­ländern und in den Liefer­ketten ist für uns deshalb unver­zichtbar. So pflegen wir vertrau­ens­volle und langjährige Liefe­ran­ten­be­zie­hungen zu Expor­teuren und Händlern sowie zu Koope­ra­tiven und einzelnen größeren Farmen. Durch unsere Nachfrage nach nachhaltig angebauten Kaffee­qua­li­täten und durch unser Engagement vor Ort können wir Einfluss auf die Anbau­me­thoden und Rahmen­be­din­gungen im Kaffee­anbau nehmen. 

Der Weg der Kaffee­bohnen

Nach der Kaffee­ernte erfolgt lokal die erste Aufbe­reitung der Kaffee­bohnen – entweder liefert der Farmer direkt an einen Aufbe­rei­tungs­be­trieb oder die Lieferung erfolgt über einen Zwischen­händler. Von der Trocken-, Nass- oder Semiwashed-Aufbe­reitung führt der Weg der Kaffee­bohnen weiter in die Mühle. Dort werden die Bohnen geschält und anschließend nach Export­qua­li­täten sortiert. Die Bohnen können sowohl direkt als auch über einen Zwischen­händler in die Mühle gelangen. Von da aus geht es weiter Richtung Verkauf: Verfügt der Aufbe­reiter nicht über eine Export­ge­neh­migung, verkauft er die Bohnen an einen Exporteur oder Importeur, gegebe­nen­falls auch über einen Zwischen­händler. Alter­nativ ist es möglich, dass die Bohnen in eine Auktion gehen. Anschließend werden die Bohnen an den Röster verkauft, wie beispiels­weise Tchibo, auch dies kann über mehrere Schritte erfolgen. Nach dem Transport nach Deutschland werden die Kaffee­bohnen zwischen­ge­lagert, weiter gereinigt, geröstet, verpackt und gelangen schließlich über den Handel zum Konsu­menten.

Heraus­for­de­rungen im Kaffee­anbau

Etwa zwei Drittel der ca. 17–20 Millionen Kaffee­farmer weltweit sind Klein­farmer, die nur über ein bis zwei Hektar Land verfügen und deren Ressourcen ebenso begrenzt sind wie ihr Zugang zu Techno­logie, finan­zi­ellen Mitteln und Bildung. Oftmals sind Kennt­nisse über schonende und effiziente Anbau­weisen nicht vorhanden. Diese Situation führt mittel­fristig zu sinkenden Erträgen, gerin­gerer Qualität und zuneh­mender Verschmutzung der Umwelt. So werden beispiels­weise toxische Pestizide, oftmals ohne Schutz­maß­nahmen, einge­setzt und der Boden überdüngt. Zusätzlich bedrohen die Auswir­kungen des Klima­wandels die Zukunfts­fä­higkeit des Kaffee­anbaus, denn die Farmer wissen oftmals nicht, wie sie auf die sich verän­dernden Wetter­be­din­gungen reagieren sollen.

Verliert der Boden an Frucht­barkeit, reduziert sich der Ertrag pro Hektar. Gleich­zeitig steigen die Produk­ti­ons­kosten, weil zusätz­licher Dünger benötigt wird, um die Erträge dennoch so gut es geht zu halten. So wird der Kaffee­anbau in vielen Fällen unwirt­schaftlich, denn um den Dünger zu kaufen, müssen viele Farmer das Risiko einer Finan­zierung eingehen, ohne sich gegen die stark schwan­kenden Rohkaf­fee­preise auf dem Weltmarkt absichern zu können. Infol­ge­dessen können viele Klein­farmer nicht mehr vom Kaffee­anbau allein leben, sodass sie ihn aufgeben oder nur noch als Neben­erwerb betreiben. Hinzu kommt: Tradi­tio­neller Kaffee­anbau ohne moderne technische Hilfs­mittel wird von vielen als harte Arbeit und damit wenig attraktiv angesehen. Vor allem junge Farmer und Farmer­frauen steigen deshalb aus dem Kaffee­anbau aus bezie­hungs­weise ziehen ihn gar nicht mehr als Erwerbs­quelle in Betracht, wenn sich ihnen lukra­tivere Alter­na­tiven bieten.

Demge­genüber steht der gestiegene Bedarf an Rohkaffee. Er ist in den letzten Dekaden konti­nu­ierlich um etwa 2 % pro Jahr angewachsen. Wenn der weiter anstei­gende Bedarf auch in Zukunft gedeckt werden soll, muss es gelingen, die Erträge zu verbessern – insbe­sondere auch die der vielen Millionen Klein­farmer, denn häufig ist gerade ihr Ertrag gering. Es geht also darum, die Klein­farmer dabei zu unter­stützen, den Ertrag auf nachhaltige Weise zu steigern und sich damit eine gute Lebens­grundlage zu sichern. Dafür benötigen sie eine finan­zielle Basis, denn nur dann können sie in nachhal­tigere Anbau- und Produk­ti­ons­formen inves­tieren, die die Umwelt schonen und soziale Kriterien berück­sich­tigen. Zudem müssen auch die Arbeits­be­din­gungen vielerorts verbessert werden:  Zwar werden die großen Farmen oft kontrol­liert, aber bei den kleineren Estates und den Klein­farmen führen hohe Produk­ti­ons­kosten und der Preis­druck des Markts oftmals zu infor­mellen Arbeits­ver­hält­nissen und Arbeits­be­din­gungen, die nicht den ILO-Kernar­beits­normen entsprechen. Die Einbindung der Klein­farmer in den Trans­for­ma­ti­ons­prozess des Kaffee­sektors ist deshalb eine wichtige Säule unseres strate­gi­schen Ansatzes und erfordert Engagement sowohl auf der opera­tiven (Liefer­kette) als auch auf der überge­ord­neten Ebene (Sekto­ransatz).

Weiter­ent­wicklung des strate­gi­schen Ansatzes 

Seit 2006 engagieren wir uns für eine nachhaltige Entwicklung des Kaffee­sektors, um den Heraus­for­de­rungen in der Liefer­kette und in den Anbau­ge­bieten zu begegnen. In den vergan­genen elf Jahren konnten wir durch unsere Maßnahmen in der Liefer­kette positive Entwick­lungen anstoßen. Wir haben den Anbau nachhal­tiger Kaffee­qua­li­täten gestärkt und dazu beige­tragen, dass zunehmend mehr nachhaltige Kaffees angeboten und von Konsu­menten nachge­fragt werden – wie zum Beispiel die Absat­z­ent­wicklung von Fairtrade-Kaffee im deutschen Markt zeigt. Zwischen 2012 und 2016 hat er sich auf über 17.000 Tonnen nahezu verdoppelt.

Wir haben jedoch feststellen müssen, dass wir an die Grenzen unserer Wirkungs­mög­lich­keiten als einzelnes Unter­nehmen stoßen. Syste­mische Heraus­for­de­rungen im Ursprung, wie unzulässige Formen der Kinder­arbeit auf den Farmen und die mangelnde Trans­parenz im Mainstre­am­markt, sind Themen, die Anstren­gungen auf breiterer Ebene erfordern. Beispiels­weise erhalten unsere Partner den Rohkaffee in der von uns gefor­derten Qualität von sehr vielen verschie­denen Farmen. Je nach Ursprung sind es mehrere Tausend, die ihren Rohkaffee für einen Container zuliefern – entspre­chend schwer ist es, hier Trans­parenz zu erzeugen. Um konkret zu ermitteln, wie wir den genannten Heraus­for­de­rungen noch gezielter begegnen können, haben wir unseren bishe­rigen strate­gi­schen Ansatz für nachhal­tigen Rohkaffee 2016 unter Einbe­ziehung wesent­licher Stake­holder umfassend bewertet.

Befragt haben wir unsere wesent­lichen Stake­holder zu aktuellen Heraus­for­de­rungen, darunter die inter­na­tio­nalen Standard­or­ga­ni­sa­tionen Fairtrade, Rainforest Alliance und UTZ, lokale Standard­or­ga­ni­sa­tionen, wie Coffee Care in Guatemala oder CLAC im Latein­amerika-Netzwerk von Fairtrade, Kaffee­farmer in unseren wichtigsten Anbau­ländern sowie unsere Liefe­ranten. Es erfolgten vertie­fende Analysen zu diesen Heraus­for­de­rungen sowie zu beste­henden Ansätzen. Dabei haben wir globale Trends, die steigende Dynamik im Kaffee­sektor und die Erwar­tungen der Verbraucher an Geschmack und Nachhal­tigkeit in den Blick genommen.

Im Kern haben die Analysen gezeigt, dass wesent­liche ökolo­gische und soziale Heraus­for­de­rungen – wie zum Beispiel die Ursachen für unzulässige Kinder­arbeit oder der Einsatz verbo­tener Pestizide – syste­misch bedingt sind. Um ihnen wirkungsvoll zu begegnen, ist neben den Aktivi­täten auf der Ebene der Liefer­ketten die Adres­sierung der Probleme auf der syste­mi­schen Ebene unter Einbe­ziehung von Regie­rungen und öffent­lichen Anspruchs­gruppen notwendig. Diese Erkenntnis bestärkt uns einer­seits darin, unser Engagement in inter­na­tio­nalen Koope­ra­tionen fortzu­setzen. Es zeigt uns anderer­seits aber auch, dass es noch weiterer Anstren­gungen bedarf, um langfristig den Kaffee­sektor in Richtung mehr Nachhal­tigkeit zu trans­for­mieren. Alle Akteure des Kaffee­sektors müssen sich noch stärker in der Verant­wortung sehen, den Trans­for­ma­ti­ons­prozess in ihrer jewei­ligen Rolle mitzu­ge­stalten und ihren Beitrag zu leisten, um syste­mische Verän­de­rungen herbei­zu­führen.

Wir wollen diese Kräfte bündeln und haben deshalb unser beste­hendes Konzept um ein syste­misches Programm erweitert: „Mainstre­aming Sustainable Coffee Production“. Unser Ziel ist es, alle relevanten Akteure zusam­men­zu­bringen und gemeinsam drängende, regionale Themen zu identi­fi­zieren, um anschließend im Dialog mit allen Betei­ligten verschiedene Lösungsz­sze­narien zu entwi­ckeln. Uns ist bewusst, dass ein solcher Prozess Zeit braucht und wir auch gemeinsam keine Wirkung von heute auf morgen erzielen. Deshalb ist unser Programm langfristig angelegt.

Unser erster Testmarkt ist Brasilien, denn das Land verfügt bereits über einen hohen Reifegrad an nachhal­tiger Entwicklung im Kaffee­anbau. Aufgrund dessen könnte eine syste­mische, insti­tu­tio­nelle Zusam­men­arbeit für Umset­zungs­lö­sungen realis­tisch sein, zumal Brasilien mit der Natio­nalen Kaffee­plattform bereits einen inten­siven Stake­hol­der­prozess durch­laufen hat, um einen eigenen natio­nalen Nachhal­tig­keits­standard zu definieren.

Als ersten Schritt haben wir dazu im November 2017 einen Multi-Stake­holder-Workshop in Belo Horizonte im brasi­lia­ni­schen Bundes­staat Minas Gerais durch­ge­führt und werden 2018 kleine Experi­mente zur Zusam­men­arbeit starten.

Zudem weiten wir unser Quali­fi­zie­rungs­pro­gramm Tchibo Joint Forces!®  von der Ebene des einzelnen Klein­farmers auf die regionale Ebene aus, indem wir uns beispiels­weise auch an Liefe­ranten, Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tionen oder andere Röster richten und skalierbare Lösungen entwi­ckeln. „Coffee Farming as a viable business“ – dies ist das Kernziel unseres Engage­ments. So haben wir 2017 unser Quali­fi­zie­rungs­pro­gramm Tchibo Joint Forces!® auf Kaffee­an­bau­ge­biete in Brasilien ausge­weitet. Damit wollen wir einen vor Ort wirksamen Nachhal­tig­keits­ansatz entwi­ckeln und leisten damit einen wirkungs­vollen Beitrag zur nachhal­tigen Entwicklung des Kaffee­sektors. Durch unsere Maßnahmen wollen wir bei der Trans­for­mation zu einer nachhal­tigen Landwirt­schaft unter­stützen, lokale Struk­turen bei der Organi­sation von Farmern stärken und ihnen den Markt­zugang erleichtern. Zerti­fi­zie­rungs­maß­nahmen helfen dabei, Compliance zu gewähr­leisten und die Trans­parenz in der Liefer­kette zu erhöhen.

Darüber hinaus haben wir uns als Mitglied des Steue­rungs­ko­mitees der inter­national agierenden Global Coffee Platform (GCP) in die Erarbeitung eines neuen Zielbilds für den Sektor einge­bracht, die Vision 2030. Deren Entwicklung sowie die Gründung der GCP markieren zusammen mit vielen weiteren Anstren­gungen einen ersten entschei­denden Schritt, um den Trans­for­ma­ti­ons­prozess hin zu einem nachhal­ti­geren Sektor zu unter­stützen. Die Sustainable Development Goals (SDGs) sind dabei wesent­licher Bestandteil der identi­fi­zierten Zielbilder.

Liefer­kette und syste­mische Lösungen im Fokus 

Im Zuge der Weiter­ent­wicklung unseres ganzheit­lichen Konzepts verfolgen wir fünf aufein­ander abgestimmte strate­gische Ansatz­punkte.

Liefer­kette: Einkauf nachhal­tiger Rohkaf­fee­qua­li­täten
26,4 % unserer Rohkaffees haben wir im Jahr 2017 von Kaffee­farmen bezogen, die nach anerkannten inter­na­tio­nalen Standards (Fairtrade, Rainforest Alliance, UTZ, Bio) zerti­fi­ziert oder nach dem Basis­standard 4C validiert sind. (Weitere Infor­ma­tionen)
Liefer­kette: Quali­fi­zie­rungs­pro­gramm Tchibo Joint Forces!®
Wir unter­stützen Klein­farmer und deren Familien mit unserem Quali­fi­zie­rungs­pro­gramm Tchibo Joint Forces!®, um die Struk­turen vor Ort nachhaltig weiter­zu­ent­wi­ckeln. Die Kaffee­farmer und ihre Familien sollen dabei unter­stützt werden, durch einen nachhal­tigen und profi­tablen Kaffee­anbau ihre Lebens­be­dingungen zu verbessern. Hierbei beziehen wir immer mehr auch die Frauen, Kinder und Gemeinden mit ein. Dadurch erfolgt die Unter­stützung der Farmer nicht nur auf der Farmebene, sondern ganzheitlich: durch gemeinsam entwi­ckelte Aktivi­täten und Maßnahmen zur Einkom­mens­si­cherung, zur Kinder­be­treuung und zur Vermeidung von Kinder­arbeit. (Weitere Infor­ma­tionen)
Syste­mi­scher Ansatz: "Mainstre­aming Sustainable Coffee Production"
Mit den von Tchibo initi­ierten Multi-Stake­holder-Experi­menten „Mainstre­aming Sustainable Coffee Production“ wollen wir struk­turell und syste­misch bedingte Heraus­for­de­rungen angehen – gemeinsam mit wesent­lichen Akteuren der Branche. Im Rahmen des Pilot­pro­jekts im brasi­lia­ni­schen Bundes­staat Minas Gerais wollen wir einen innova­tiven Weg finden, wie wir mit den lokalen Stake­holdern ein gemein­sames Verständnis dafür entwi­ckeln können, was Nachhal­tigkeit in Minas Gerais konkret bedeutet und wie wir gemeinsam an ihrer Reali­sierung arbeiten können. Dafür verlagern wir unseren Fokus von 4C-validierten Rohkaffees hin zu unserem syste­mi­schen Ansatz. Wichtiger Erfolgs­faktor wird es sein, alle relevanten Partner hierfür zu gewinnen. Anders als in der Textil­branche gibt es noch wenig Zusam­men­arbeit auf präkom­pe­ti­tiver Ebene, um syste­mische Lösungen zu entwi­ckeln. (Weitere Infor­ma­tionen)


Branchen­über­grei­fende Koope­ra­tionen und Allianzen
Wir engagieren uns in branchen­über­grei­fenden Koope­ra­tionen und Allianzen. Besondere Bedeutung haben für uns dabei die­ inter­national agierende Global Coffee Platform (GCP) sowie die Inter­na­tional Coffee Partners (ICP). (Weitere Infor­ma­tionen)


Bildungs­pro­jekte im Ursprung
Wir fördern Bildungs­pro­jekte unter dem Motto „Hilfe zur Selbst­hilfe“ im Kaffeeur­sprung. Damit wollen wir gesell­schaft­liche Struk­turen vor Ort verbessern, Alter­na­tiven zu unzuläs­siger Kinder­arbeit schaffen und Quellen für zusätz­liche Einkommen erschließen. Wir wollen die Menschen vor Ort dazu befähigen, nach Projekt­ab­schluss selbst­ständig weiter an den genannten Themen zu arbeiten. (Weitere Infor­ma­tionen)

Regel­mäßige Evalu­ierung der Maßnahmen 

Teil unseres Nachhal­tig­keits­kon­zepts ist es, sowohl die in unserem Manage­ment­ansatz für die Liefer­kette getrof­fenen Annahmen als auch die unseres syste­mi­schen Ansatzes gezielt auf ihre Wirksamkeit hin zu überprüfen.

Für den Manage­men­t­ansatz der Liefer­kette entwi­ckeln wir derzeit ein Konzept, mit dem die Wirkung einzelner Maßnahmen erfasst und bewertet werden soll. Auf diese Weise wollen wir erkennen, wie wir uns weiter­ent­wi­ckeln können. Ziel ist es, bereits beim Projekt­design innovative Formen der Evaluation anzuwenden. Dies ermög­licht auch, Heraus­for­de­rungen zu identi­fi­zieren und mögliche Lösungs­an­sätze unter Einbe­ziehung der Farmer und anderer Projekt­be­teiligter zu erarbeiten. Wichtig ist uns, anhand der gewon­nenen Erkennt­nisse bereits während des Projekts eingreifen zu können und nicht erst nach Projek­tende verpasste Möglich­keiten zu entdecken. Daher konzen­trieren wir uns 2018 auf die Auswahl innova­tiver Methoden. Um die Entwicklung des Kaffee­sektors zu evalu­ieren, arbeiten die Mitglieder der Global Coffee Platform an Indika­toren, die zeigen, wie effektiv die umgesetzten M­aßnahmen sind. Anhand ausge­wählter Indika­toren werden die Mitglieder der Global Coffee Platform künftig verpflichtet, über ihre Perfor­mance zu berichten.  Im Jahr 2018 werden die Indika­toren ausge­wählt und die verpflich­tenden Berichts­in­halte erarbeitet. Mit verbind­lichen Ergeb­nissen ist Ende 2018 zu rechnen.