NACHHALTIGKEITSBERICHT2017

Vermeidung: weniger ist mehr

So wenig Verpa­ckungs­ma­terial wie möglich, so viel wie nötig. Dieser Leitsatz bestimmt die Gestaltung und Art sämtlicher Verpa­ckungen bei Tchibo seit 2015. Vor diesem Hinter­grund reduzieren wir zum Beispiel den Einsatz von Papier sowie von Einweg­ver­pa­ckungen, etwa Coffee-to-go-Bechern und Tüten.

Papier: digital statt drucken

Entspre­chend der Logistik-Roadmap 2020 stellen wir unsere Liefer­do­ku­mente sukzessive auf digitale Dokumente um, sowohl für B2B- als auch für B2C-Kunden. Bei der Belie­ferung unserer Geschäfts­partner und Filialen verzichten wir seit 2015 auf Papier­lie­fer­do­ku­mente und auch Privat­kunden im Fernabsatz erhalten nur noch auf ausdrück­lichen Wunsch eine ausge­druckte Rechnung. Bei abwei­chendem Waren­emp­fänger bekommen Kunden zudem die Rechnung per E-Mail anstatt per Post. Auch Bedie­nungs­an­lei­tungen stellen wir in erster Linie online zur Verfügung, sofern sie ausschließlich nicht­recht­liche Infor­ma­tionen enthalten.

Mehrweg­becher: Wieder­sehen macht Freude

„Mehrweg vor Einweg“ lautet der Leitsatz, den wir in unseren Tchibo Kaffee Bars verfolgen. Dort schenken wir Kaffee­s­pe­zia­li­täten und Heißge­tränke haupt­sächlich in Porzel­lan­ge­schirr aus und befüllen Coffee-to-go-Einweg­becher nur auf ausdrück­lichen Kunden­wunsch. Wir wollen den Anteil von Einweg­be­chern weiter reduzieren und ermög­lichen es Kunden seit August 2015, mitge­brachte Mehrweg­becher befüllen zu lassen – selbst­ver­ständlich unter Beachtung sicherer Hygie­ne­stan­dards.




2016 haben wir weitere Schritte zur Reduzierung des durch Einweg­becher entste­henden Plastik- und Papier­ab­falls unter­nommen. Mit dem Verkauf von preisat­trak­tiven Mehrweg­be­chern in unter­schied­lichen Designs und aus unter­schied­lichen Materialien sprechen wir unsere Kunden – etwa mit dem Aufdruck „Wieder­sehen macht Freude“ – offensiv an. Die spülma­schi­nen­festen Becher aus recycling­fä­higem Material können zuhause gereinigt und wieder mitge­bracht werden. Wir belohnen diesen Beitrag zur Ressour­cen­schonung mit einem Rabatt von 10 Cent auf das Getränk. Selbst­ver­ständlich gilt dies auch für die Wieder­be­füllung von Bechern anderer Anbieter.

Um das Bewusstsein der Kunden für die Einweg­be­cher­pro­ble­matik weiter zu steigern, haben wir im September 2017 temporär eine Kaffee-Einweg­becher-Instal­lation („Mach die Welt ein bisschen Becher“) in der Hamburger Innen­stadt angebracht und gleich­zeitig Tchibo Mehrweg­becher verschenkt. Ergänzend dazu haben wir einen YouTube-Clip zu dem Thema gedreht, der bisher schon über drei Millionen Mal angesehen wurde.

Um den konse­quenten Einsatz von Mehrweg­be­chern zu etablieren, betei­ligen wir uns an der Initiative der Förderung des Mehrweg­be­chers, dem „Kehrwieder-Becher“, in der Hamburger Innen­stadt sowie an weiteren vergleich­baren Initia­tiven in München, Berlin und im Bundesland Hessen.

Einweg­tüten: vermeiden vor verkaufen

Wirtschafts­ver­bände in Deutschland und Öster­reich haben 2015 Selbst­ver­pflich­tungen unter­zeichnet, keine Plastik­tüten mehr gratis anzubieten. Wir haben uns diesen Verpflich­tungen angeschlossen. Seit Januar 2016 geben wir in Deutschland keine Einweg­plastik­tüten mehr gratis aus. Mit Erfolg: In den Tchibo Filialen in Deutschland sank die Ausgabe dadurch um fast 90 % im Jahr 2016 und blieb auch 2017 stabil. Als Alter­native können Kunden hochwertige Mehrweg­ta­schen erwerben, dieses Angebot haben wir 2017 weiter ausgebaut. Einweg­tra­ge­ta­schen verkaufen wir bei Bedarf für 20 Cent.